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Claudia / Website (11.10.07 09:19)
Hätte auf die Fortsetzung warten sollen....jetzt gelesen, weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll...Bist du sicher, dass die Therapieansätze richtig sind? Wo bleibt der Aufbau in solch einer Sitzung, sollte es nicht immer positiv abschließen, als dich in diesem Gefühlschaos zu entlassen? Kenne mich da aber zu wenig aus. Ich selber hatte zwar auch schon Gesprächstherapie, diese gingen aber nie so tief, dass ich hinterher schlechter dran war als vor der Stunde....konnte selber sehr viel für mich klären.....Aber diese Dinge sind ja immer sehr verwurzelt und brauchen viel Zeit. Wünsche dir viel Mut diese Wege zu gehen.


Hallo Claudia,

ich antworte mal hier auf deinen GB-Eintrag.
Hm ... also, es gibt verschiedene Arten von Therapie ... ich sollte mich zwischen "Verhaltens-" und "Tiefenpsychologischer Therapie" entscheiden. Ich habe mich aus mehreren Gruenden fuer eine tiefenpsychologische Therapie entschieden. Zum ersten werden in der Verhaltenstherapie nur die Symptome bekaempft, jedoch nicht die Ursachen erforscht (oder nur im Ansatz), was aber hauptsaechlich in der tiefenpsychologischen Therapie gemacht wird. Es war mir wichtig, auch die Ursachen zu "erforschen", weil man so vielleicht noch ganz anders damit umzugehen weiß, als wenn man nur die Symptomatik an sich behandelt. Außerdem werden die Patienten der Verhaltenstherapie mehr von ihrem Therapeuten begleitet und "an die Hand genommen", was ich nicht moechte, da ich in meinem spaeteren Leben auch nicht dauernd jmd. zur Verfuegung haben werden kann, der mich in problematischen Situationen an die Hand nimmt. In der tiefenpsychologischen Therapie werden nur Ratschlaege und aehnliches erteilt, alles andere muss man selbststaendig bewaeltigen, was ich gut finde, da ich ja in Zukunft auch unabhaengig sein moechte. Klar, ist es oft die unangenehmere Variante, vor allen Dingen, weil die tiefenpsychologische Therapie manchmal wirklich hart sein kann. Wenn man auf irgendwelche Ursachen stoeßt, die man jahrelang verdraengt oder nur im Unterbewusstsein geahnt hat, ist es doch manchmal wirklich schwer mit den "neuen" Erkenntnissen umzugehen, was mir oft passiert. Aber trotzdem lerne ich ja, dank der Therapeutin, damit umzugehen und bin nicht mit mir und meinem Kummer allein. In der Not kann ich sie immer kontaktieren, etc. An meinem Kennenlerntermin mit dieser Therapeutin, warnte sie mich davor, dass es oft vorkommt, dass es einem nach der Therapiestunde waehrend einer tiefenpsychologischen Therapie oft schlecht gehen kann und das habe ich in Kauf genommen, weil es mir einfach wichtig ist, alles ueber mich zu kennen und irgendwann zu wissen, wie ich mit allem umzugehen habe, auch wenn ich oft deprimiert bin, wenn ich sehe, wie die Diagnosen sich immer weiter zu haeufen scheinen. Was ich mir dann immer sage: Die Dinge, die diagnostiziert werden, waren schon lange da, auch wenn ich davon erst heute weiß. Also, ist es doch eigtl. ein Fortschritt, eine gute Sache, wenn ich wieder mehr ueber mich herausfinden und lernen kann, damit umzugehen. Denn es handelt sich ja meistens um Dinge, die dafuer sorg(t)en, dass es mich lange Zeit in meinem Leben einschraenkt(e).

Ich bin heute etwas durcheinander, hoffe also, dass ich kein Kuddel-Muddel geschrieben habe. Bin zu muede, fuer Korrekturen und werde es mir morgen noch einmal ansehen. *g

13.10.07 19:42
 


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Claudia / Website (14.10.07 10:12)
Hatte mir schon gedacht, dass es so eine Therapieform sein müsste. Habe im Bekanntenkreis jemanden, die auch so eine Therapie gemacht hat. Ich habe sie vor 10 Jahren kennengelernt, damals war sie nur wegen ihrer Depressionen in Behandlung. Nach einem Klinikaufenthalt wegen dieser starker Depressionen und Selbstverletzung, fing sie diese Therapie an. Bei ihr waren auch viele Dinge tief verwurzelt, viele Dinge, die ihr während ihrer Kindheit widerfahren waren (kein! sexueller Missbrauch!), aber vieles, was ihr Selbstwertgefühl nicht wachsen lies. Das hat sie mir jedenfalls mal erzählt. Nach 10 Jahren geht es ihr gut, aber sie arbeitet täglich an sich. Kann meinen Wunsch für dich nur wiederholen: Sei mutig!

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